Biodiversitätssäulen – kleine Strukturen mit großer Wirkung
Wie kann auf kleiner Fläche neuer Lebensraum entstehen? Biodiversitätssäulen – auch Gehölzsäulen genannt – schaffen Rückzugsorte, Nistmöglichkeiten und Nahrung für viele Tierarten. Gleichzeitig zeigen sie, wie sich Strukturvielfalt einfach in unsere Kulturlandschaft integrieren lässt.

Das Prinzip ist einfach: Einheimische Sträucher wie Schlehe, Weißdorn oder Wildrose werden innerhalb einer stabilen Holzkonstruktion gepflanzt und mit Dornenzweigen, Totholz und Steinen ergänzt. So entsteht bereits kurz nach dem Aufbau ein dichtes Dickicht, das vielen Insekten, Vögeln und Kleinsäugern Schutz bietet.
Kleine Struktur, große Wirkung
Was von außen unscheinbar wirkt, entwickelt sich schnell zu einem vielfältigen Lebensraum. Blüten und Früchte dienen als Nahrungsquelle, während geschützte Zwischenräume Brut- und Rückzugsorte schaffen. Mit der Zeit wachsen die Sträucher weiter und die Struktur verändert sich stetig.
Gerade in intensiv genutzten Landschaften können Biodiversitätssäulen wichtige Trittsteine für Tiere und Pflanzen sein. Sie ergänzen bestehende Lebensräume und tragen dazu bei, Landschaften vielfältiger und widerstandsfähiger zu gestalten.
Natur gemeinsam gestalten
Biodiversität entsteht oft durch viele kleine Maßnahmen. Gehölzsäulen zeigen, dass schon einfache Strukturen einen Beitrag zum Artenschutz leisten können – in Weinbergen, an Wegrändern oder auf öffentlichen Grünflächen.
Sie machen sichtbar, wie Forschung, Praxis und Naturschutz zusammenwirken können, um unsere Kulturlandschaft lebendig und zukunftsfähig zu gestalten.


